Aufsätze


Steppenwölfe

Schon Hermann Hesse hat es in seinem „Steppenwolf“ beschrieben und erkannt: In unserem Inneren leben viele Aspekte der Persönlichkeit. Sie zu durchschauen ist eine wichtige Aufgabe unserer Zeit. Dies ist umso schwieriger, als wir meistens so stark verwoben sind mit diesen „Teilselbsten“, dass wir sie, im Identifikationszustand, nicht wahrnehmen können. Oft erkennen wir einzelne, schwierige in der Begegnung mit anderen Menschen... mehr

Wer schreibt unser "Lebensscript"?

Wir identifizieren uns kontinental als Europäer, ferner als als Angehörige eines Landes. Die Identifikationsstärke hängt von der emotionalen und gedanklichen Verbundenheit, die wir in dieser Umgebung erbringen, ab. Vom Bundesland hin zur Wohngemeinde, dem Quartier, der Straße, des Hauses, in dem wir wohnen, bis hin zum eigenen Körper: Sie bilden weitere, immer enger werdende Identifikationsmuster... mehr

 

Der Tatort ist das Jetzt

Der Zukunft gehört eine kreativere Gesellschaft! Entwicklung bedingt stets die Auflösung alter Formen und Strukturen. Es gibt keine Entwicklung ohne Verluste und Krisen. Nur auf der Basis einer grundlegenden Offenheit und Unbefangenheit gedeihen neue Ideen! Gedanken sind lebendig. Alte Formen müssen auch hier sterben und sich auflösen, damit neue entstehen... mehr

Glaube als Arbeitshypothese

Der Weg von der Information hin zum eigenen Standpunkt ist mit vielen Hindernissen gepflastert. In der Regel werden Gedanken von aussen aufgenommen und nur empfindungsmässig „kontrolliert“. Gedanken werden selten umgewandelt und zu Ende gedacht. Weil nun aber viele Informationen von aussen mit einem rosafarbenen Mäntelchen daherkommen und in schöne Kleider verpackt sind, ist man nicht mehr geneigt den Dingen auf den Grund gehen zu wollen... mehr


Vincent van Gogh und das heilige Feuer

Der Schweizer Dichter und Erzähler Conrad Ferdinand Meyer hat in einem Gedicht mit dem Titel „Das heilige Feuer“ einen besonderen Zustand des menschlichen Bewusstseins beschrieben. Ich frage mich, was dieser Erfahrung Meyers zugrunde gelegen haben mag und möchte versuchen, seinem Erlebnis nachzuspüren... mehr

 

Lob der Mundart

Gunnar Decker schreibt in seiner Hesse-Biografie: „Es entspricht Hesses Selbstverständnis zu Beginn der dreissiger Jahre, zu sagen, er habe den ästhetischen Ehrgeiz, Literatur zu machen, gänzlich verloren.“ Dazu schrieb dieser am 14. November 1926 an Heinrich Wiegand, er schreibe keine Dichtung, „sondern eben Bekenntnis, so wie ein Ertrinkender oder Vergifteter sich nicht mit seiner Frisur beschäftigt oder aber mit der Modulation der Stimme, sondern eben hinausschreit.“... weiterlesen


Kunst heute...

Mona Lisa hätte heute kaum mehr eine Chance in die Ränge zu kommen. Leonardo arbeitete fast ein ganzes Leben an ihr, immer wieder, nahm sie überall mit, wohin er auch ging. Strich mal da, mal dort sanft über die Wangen und ließ es auf sich beruhen. Dies tat er bis fast an sein Lebensende. Kurz vor seinem Tode zeigte er sie erstmals hohen Kirchenvätern und bezauberte diese. Sie war noch nicht vollendet und würde es auch nie sein... weiterlesen

Die Kunst, frei zu sein

Im Laufe unseres Lebens lernen wir viele Menschen kennen. Was macht es aus, dass manche länger halten als andere? Warum ersticken einige schon im Keim und andere reifen über lange Zeit, ja dauern manchmal über ein ganzes Leben? Welche Kräfte spielen da? Die ersten Menschen, die uns begrüssen sind unsere Eltern, unsere Mutter allen voran! Es ist das erste Gesicht, welches wir sehen und das uns auf dieser Welt empfängt. Was uns in den folgenden Jahren des Heranwachsens umgibt, sind Menschen, die uns, wie wir sagen, „vom Schicksal“ gegeben sind... weiterlesen

Egoismus als Vater aller Kriege

Jeder Mensch outet sich in seinem Leben mehr oder weniger für bestimmte Dinge, die er tut, fühlt oder denkt (…und die er sich einhandelt). Der Eine fühlt sich dem Buddhismus zugeneigt, der andere dem Christentum. Einer sympathisiert mit dieser Partei, der andere mit jener und ein dritter wieder mit einer anderen. Manche sind angetan von Eisenbahnen und Flugzeugen, wieder andere interessieren sich für Bewusstseinsfragen oder für Philosophie und Psychologie, sind “Sophen” und “Isten”... weiterlesen

Aesthetik der Sprache

Wie schreibt man „richtig“? Akademisch, gelehrt… sodass die erhabenen Ritter der Literatur sich lobend erheben und Beifall klatschen… oder gerade nicht, weil sie der anderen Gattung angehören. Gunnar Decker schreibt in seiner Hesse Biografie: „Es entspricht Hesses Selbstverständnis zu Beginn der dreissiger Jahre, zu sagen, er habe den ästhetischen Ehrgeiz, Literatur zu machen, gänzlich verloren.“ ...weiterlesen


Übertragung und Gegenübertragung

Unsere Gedanken und Gefühle sind von Mustern geprägt. Die Wiederholung von Erfahrungen, Erlebnissen und Begebenheiten, prägen diese Muster und befestigen sie. Unsere Begegnungen in der Kindheit durch uns nahestehende Personen, formen und konsolidieren alle diese Erfahrungen. Was daraus entsteht, ist so etwas wie ein Strickmuster der Gehirnstrukturen durch Wiederholung. Die Prägungen wachsen mit zunehmendem Alter aus und konstituieren sich in unserer Persönlichkeitsstruktur... weiterlesen

Die Leiden des jungen Webdesigners

Nach trister, langer dunkler Nacht

Ist nun das ew`ge Werk vollbracht!

So ziehen letzte Schleier westwärts hin.

Was hier entstand ist uns Gewinn!

 

Kleine, grüne Elfenmännchen

Singen uns ihr Beifallsständchen.

Es scheint, als ob das Werk gelungen.

Obwohl damit viel Leid verbunden... weiterlesen